Erfahrungsbericht Einstellungstest Polizei Baden-Württemberg

Hallo und herzlich willkommen zu meinem Erfahrungsbericht zum Auswahltest der Landespolizei Baden-Württemberg.

Die Bewerbungsphase & erste Testvorbereitung

Ich bin 19 Jahre alt und mache aktuell mein Abitur. Ich wollte schon immer zur Polizei, weshalb ich mich letztes Jahr im Dezember bei der Landespolizei in Baden-Württemberg beworben habe.

Die Zeit rückte immer näher, so auch der Tag der Tests. Für den Test habe ich leider sehr spät angefangen zu lernen, weshalb ich mich nicht so vorbereitet gefühlt habe.
Ca. zwei Wochen davor habe ich im Internet das Programm Plakos gefunden, mit dem ich angefangen habe zu lernen. Schon beim ersten Anblick war’s sehr vielfältig und viel Information. Ich schnupperte in jeden Bereich hinein und machte mir ein Bild, was alles drankommen könnte.

Außerdem habe ich den YouTube-Kanal von Plakos mir zugute gemacht und mir fast die meiste Zeit Videos zu den einzelnen Tests angeschaut.

Zudem nahm ich an einem Online-Meeting von Pakos statt, in dem wir Tipps zum Gespräch bekommen haben.

Erfahrungsbericht Einstellungstest Polizei Baden-Württemberg – Tag 1

Der Tag kam und ich sollte um 8:30 Uhr an der Polizeihochschule sein.
Tipp: Ich würde jeden raten viel früher da zu sein, mehr als 15 Minuten.

Am Eingang wird man hineingebeten und es wird von einem verlangt die Einladung vorzuzeigen, auch der Personalausweis war verlangt. Ich erhielt ein Besucherausweis, den ich anklemmte und ich bekam Richtungshinweise, ich lief hoch und gelangte in die Aula der Schule. Ich sah auch schon die restlichen Schüler. Als Nächstes musste ich mich nochmals ausweisen und Dokumente unterschreiben. Es wird von einem verlangt, sämtliche Smartphones oder Smartwatches einzuschließen. Um Täuschungsversuche zu vermeiden.

Der Computertest, kurz CAT Test

Nach ein paar Minuten kam ein Beamter in Uniform und wir gingen in einen Raum mit sehr vielen Computern und auf jeden stand jeweils der Name der Person geschrieben. Ich suchte meinen Namen und setzte mich vor meinen PC. Es wurde uns im Allgemeinen erklärt, wie alles ablaufen und was der erste Test beinhalten würde.

Der erste Test war der Deutschtest. Er war gegliedert in drei Teilen. Zwischen jedem Teil hat man genügend Zeit, d.h. es gab immer eine Übungsaufgabe, die man machen musste und wenn sie richtig war, konnte man auf “weiter” drücken. Ab diesem Punkt fing die Zeit an abzulaufen.

Der erste Abschnitt vom Deutschtest war der Allgemeinwissen-Teil, der ging vielleicht ca. 6 Minuten und beinhaltete verschiedene Fragen von Kultur bis zu Politik usw. Als die Zeit zu Ende war, klickte ich auf den zweiten Bereich des Deutschtests. Dieser beinhaltete Aufgaben wie Kommasetzung. Auch gab es Aufgaben, bei dem man bestimmen musste, ob das Wort mit ss, ß oder s geschrieben wurde. Der letzte Test des Deutsch Test war ein Diktat. Im Voraus haben uns die Beamten gesagt, dass man höchstwahrscheinlich diese Aufgabe nicht vollständig lösen könnte. Man setzte sich Kopfhörer auf und ließ das Diktat laufen. Man konnte beliebig oft zurückspulen und sich das Diktat von neuem anhören. Jedoch hatte man für jede Aufgabe wiederum eine bestimmte Zeit, weshalb man schnell und ordentlich arbeiten musste. Es waren 4 Diktate gegeben, die jeweils ca. 45-50 Sek. gingen. Ich bearbeitete nur 2 davon.

Danach lief ich runter in die Aula, wo auch schon die anderen saßen und wir uns gegenseitig austauschen, wie es lief. Nach kurzer Zeit kam der Beamte zurück und verkündete, wer es schaffte. Zwei sind schon direkt rausgeflogen und zwei wurden vom gehobenen in den mittleren herabgestuft. Wir hatten eine kleine Pause und schon ging es zum Intelligenztest.

Der Intelligenztest war gegliedert in fünf Abschnitte. Diese fünf Abschnitte konnte man – wie auch beim Deutschtest – in beliebiger Reihenfolge anfangen. Für jeden Abschnitt gab es eine bestimmte Zeit. Der erste Teil beinhaltete Aufgaben, in denen man Buchstaben mit der Maus anklicken musste. Als ich fertig war, klickte ich auf den zweiten Teil der beinhaltete Aufgaben, in dem man zwei Sätze gegeben hatte und vier Antwortmöglichkeiten. Man musste schlussfolgern, welche die korrekte Antwort war. Der dritte Teil war ein Merkfähigkeitstest in dem man Bilder mit verschiedenen Zahlen zu sehen bekommen hat. Man hatte für jedes Bild eine bestimmte Zeit, um sich dieses zu merken. Danach fing die Aufgabe an: man musste jeweils richtig oder falsch klicken, sprich: wenn das Bild mit der richtigen Zahl aufkam, drückte man auf “richtig”. Der vorletzte Abschnitt beinhaltete Würfel oder Figurenmatrizen, die man jeweils immer der richtigen Lösung zuordnen musste. Es waren immer vier oder sechs Antwortmöglichkeiten gegeben. Der letzte Abschnitt des Intelligenztests waren Zahlenreihen in dem man jedoch nicht so wie in Plakos oder bei anderen Testtrainern nur eine weitere Stelle ausfüllen musste, sondern drei weitere Stellen. Also am besten ihr übt das!

Als die Zeit zu Ende war, ging ich wieder runter und wir erhielten sehr schnell wieder die Ergebnisse. Man weiß nur, ob man bestanden oder nicht hat und ob man herabgestuft wurde.
Wir hatten wieder eine kurze Pause und schon ging es zum nächsten Test.

Der Persönlichkeitstest zählt nicht zur Punktzahl hinzu. Dieser soll nur aufzeigen, wie der Bewerber denkt und wie er in diesen jeweiligen Situationen handeln würde. Für diese Aufgabe hatte man 25 Minuten Zeit und man musste sehr viele Fragen beantworten, d.h. man hatte eine Frage, wie zum Beispiel: Würden Sie für den Polizeiberuf ihre Freunde zurücklassen und umziehen? Dazu hatte man eine Leiste, in der stand “Ich stimme voll zu” und “Ich stimme nicht zu”. Man konnte mit der Maus den jeweiligen Punkt nach rechts oder links beliebig hin und herschieben. Dieser Test war individuell, jeder musste für sich selbst antworten.

Nun gab es eine Pause von eineinhalb Stunden, in der wir gemeinsam etwas aßen und tranken.

Das Gespräch / Interview

Jetzt war das Gespräch an der Reihe. Wir wurden alle nacheinander von Polizisten abgeholt. Jeder ging mit einem Polizei-Beamten in einen Raum. Dieser stellte mir ein Blatt Papier sowie einen Stift zur Verfügung, so dass ich meine Notizen aufschreiben konnte. Er erklärte mir, wie das Gespräch ablaufen und was danach passieren würde. Nach dem Gespräch würde er alles in den Computer eintragen und mir meine Punktzahl mitteilen. Zuallererst verlangte er von mir, mich vorzustellen und sagte, dass ich dafür 5 Minuten Zeit hätte. Ich stellte mich im Allgemeinen vor, erzählte etwas über mich und meine Familie und warum ich zur Polizei möchte, außerdem fügte ich meine Fähigkeiten hinzu.

Dann fragte er mich bestimmte W-Fragen. Zum Beispiel: Was für Fähigkeiten ein Polizist haben muss? Danach fing er an, situationsbezogene Fragen zu stellen. Wie zum Beispiel: Sie sind auf Streife und sehen eine Mutter mit ihrer kleinen Tochter an der Ampel stehen. Die Mutter sagt zu ihrer Tochter, wenn du über Rot gehst, dann wird dich der Polizist verhaften. Wie würden Sie handeln? In diesem Fall muss man aus der Sicht eines Polizisten antworten und am besten logisch sowie mit guten Antworten begründen, was man machen und wie man reagieren würde. Es gab ca. sieben oder acht dieser Fragen. Zu meinen Antworten machte er immer Notizen. Lasst euch davon nicht nervös machen. Zum Schluss druckte er viele Blätter aus, auf denen auch meine Punktzahl stand und erklärte mir, wie es nun weitergehen würde.

Als Nächstes machten wir einen Termin für die ärztliche Untersuchung aus. Ab diesem Zeitpunkt war das Gespräch zu Ende und ich gingen wieder runter in die Aula, nahm meine Sachen aus dem Schließfach und machte mich auf den Weg nach Hause.

Das Gespräch dauerte ca. 45 Minuten, sowie auch der Intelligenztest. Der Deutschtest dauerte ca. eine halbe Stunde.

Im Allgemeinen war ich fast gar nicht nervös, denn man wurde sehr nett begrüßt und auch behandelt. Der Auswahltest ging von 8:30 Uhr bis circa 13:30 Uhr.

Das war mein Auswahltest bei der Landespolizei Baden-Württemberg. Ich hoffe, ich konnte euch damit helfen und ein besseres Bild geben.

Viel Glück euch allen.

[Es handelt sich hierbei um einen echten Erfahrungsbericht einer Bewerberin bzw. eines Bewerbers, für den wir uns ganz herzlich bedanken. Bitte bedenke, dass sich die Angaben ändern können und somit keine Gewähr für die Richtigkeit der Inhalte sowie Orthografie übernommen werden kann.]

Dein Plakos Team, März 2022

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