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Das Bundeswehr Assessment Center

Das Thema Assessment Center bei der Bundeswehr ist besonders für Offiziersanwärter wichtig, denn es gehört neben dem Basis Fitness-Test, dem Gesundheits-Check, dem CAT Test und dem Interview fest zum Auswahlverfahren der Bundeswehr dazu. Wir haben uns mehr als 20 Erfahrungsberichte von ehemaligen Bewerbern angesehen und haben für dich hier die wichtigsten Tipps zusammengefasst.
Bundeswehr Assessment
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Inhaltsverzeichnis

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Das Thema Assessment Center bei der Bundeswehr ist besonders für Offiziersanwärter wichtig, denn es gehört neben dem Basis Fitness-Test, dem Gesundheits-Check, dem CAT Test und dem Interview fest zum Auswahlverfahren der Bundeswehr dazu. Wir haben uns mehr als 20 Erfahrungsberichte von ehemaligen Bewerbern angesehen und haben für dich hier die wichtigsten Tipps zusammengefasst.

Wofür ist das Gruppensituationsverfahren gedacht?

Bevor wir zum Ablauf und zu den typischen Fragen im Gruppensituationsverfahren kommen, fragst du dich vielleicht: Warum wird das überhaupt gemacht?

Wenn du dich bei der Bundeswehr bewirbst, sollte klar sein, dass keine Einzelkämpfer, sondern echte Teamplayer gesucht werden. Das ist in einer Führungsposition umso wichtiger.

Das Assessment Center ermöglicht es der Bundeswehr, Frauen und Männer mit den richtigen sozialen und kommunikativen Fähigkeiten auszuwählen, um sicherzustellen, dass sie gut in das Team und die organisatorische Kultur passen. Das trägt dazu bei, effektive und kooperative Teams zu bilden.

Ablauf vom Gruppensituationsverfahren

Das Gruppensituationsverfahren, kurz GSV genannt, setzt sich aus drei Prüfungskomponenten zusammen:

1. Der Gruppendiskussion
2. Dem Planspiel und
3. Dem Kurzvortrag.

Zu Beginn des GSV werden die künftigen Offiziersanwärterinnen und Offiziersanwärter zunächst in Gruppen, bestehend aus bis zu fünf Bewerbenden, eingeteilt. Ziel der Gruppenprüfung ist es, das individuelle Verhalten der Bewerberinnen und Bewerber vor und in der Gruppe zu testen.

In der Gruppendiskussion geht es hauptsächlich darum, seine Standpunkte klar zu vertreten und die verschiedenen Aspekte des Themas zu diskutieren. Im Planspiel liegt der Fokus jedoch auf konkreten Entscheidungen und dem gemeinsamen Handeln in der Gruppe. Abgeschlossen wird das Gruppensituationsverfahren dann mit dem Kurzvortrag.

Die Gruppendiskussion

In der Gruppendiskussion geht es primär darum, dass alle 3-5 Teilnehmenden eine möglichst gute Lösung für ein Problem finden sollen wobei es dafür auch keine Musterlösung gibt. Für die Problemlösung hat die Gruppe 12 Minuten Zeit.

Bei der Gruppendiskussion wird ein bestimmtes Thema vorgegeben, wobei dir eine bestimmte Rolle zugewiesen wird und von der du nicht abweichen darfst. Ihr diskutiert dieses Thema aus und jeder sollte nach Möglichkeit seine Argumente mit einbringen, aber auch die anderen ausreden lassen. Du solltest es vermeiden, anderen ins Wort zu fallen.

Von den Prüfern wirst du dabei permanent aus der Ferne beobachtet.

Eine mögliche Aufgabenstellung könnte sein:

Du bist Teil einer Campinggruppe im Wald, in welcher 3 Aufsichtspersonen auf jeweils 3 Kinder aufpassen sollten. Handyempfang gibt es auch keinen. Ihr müsst nun den besten und kürzesten Weg zur Herberge wählen. Entweder den steilen und schnellen Weg zum Hotel, oder einen anderen Weg, der nicht so steil ist, jedoch deutlich länger dauern würde. Das Problem daran ist, dass zwei Kinder mit dem Fahrrad zusammengestoßen sind und nicht mehr weiterfahren konnten.

Nun sollt ihr in der Gruppe Lösungsvorschläge diskutieren und argumentieren.

Das Planspiel

Kommen wir nun zum zweiten Abschnitt im Assessment Center, dem Planspiel.

Hier geht es um eingeschränkte Ressourcen, welche nicht für alle Mitglieder der Gruppe zu Verfügung stehen.

Konkret bedeutet das für dich, deinen Anspruch auf die Ressource zu vertreten bzw. bei einen möglichen Verzicht angemessen entschädigt zu werden. Für die Aufgabenstellung erhält jeder Teilnehmende im Vorfeld eine Liste mit Argumenten sowie Gegenargumenten. Du kannst selbstverständlich auch eigene Schlussfolgerungen als Argumente einbringen. Das Ziel im Planspiel muss es sein, für alle Parteien eine vertretbare Lösung zu finden, mit der jeder zufrieden ist.

Hierfür bekommt die Gruppe acht Minuten Zeit.

Eine mögliche Aufgabenstellung könnte wie folgt aussehen:

Die Gruppe hat Karten für einen Kinofilm reserviert und bereits bezahlt. Nun ist aufgrund eines technischen Defekts eine Karte zu wenig bezahlt und reserviert worden. Die Rückgabe oder Stornierung der Tickets ist nicht mehr möglich und der Kinofilm ist bereits restlos ausverkauft. Ein Teilnehmer aus der Gruppe kann folglich keine Eintrittskarte bekommen und den Film nicht schauen.

In dieser Phase ist es bedeutsam durch eine sachliche und durchdachte Argumentation zu erklären, dass du einer derjenigen sein solltest, der eine Eintrittskarte erhält.

Mögliche Argumente hierfür könnten sein, dass du einer der wenigen bist, der den Film noch nicht gesehen hat oder dass es deine Idee war genau heute den Film anzusehen.

Außerdem hast du die Karten bestellt und der Fehler lag nicht bei dir.

Sollte deine Argumentation nicht helfen und die anderen sich quer stellen, bzw. bessere Argumente vorbringen, ist es auch möglich, rücksichtsvoll den Verzicht anzutreten, somit der Gruppe zu helfen und zu einer Lösung des Problems beizutragen.

Die Lösung des Problems ist nicht so wichtig wie der Weg dorthin. Es spielt vor allem in dieser Gruppenprüfung die Zusammenarbeit und das Sozialverhalten eine entscheidende Rolle.

Der Kurzvortrag

Im dritten und letzten Teil des GSV folgt nun der Kurzvortrag, für den jede Bewerberin und jeder Bewerber ein Thema zugeteilt bekommt. Hier kann sich das Thema um das aktuelle Tagesgeschehen drehen oder aus dem Alltagsleben handeln.

Damit du dich mit dem Thema intensiv auseinandersetzen kannst, hast du 25 Minuten Vorbereitungszeit. Danach musst du den Kurzvortrag vor den Mitbewerbenden möglichst frei halten.

Um die Lösung des Problems darzustellen und zu begründen, solltest du nicht länger als 10 Minuten in Anspruch nehmen. Auch hier wirst du natürlich von der Prüfkommission beobachtet und bewertet.

Beim Kurzvortrag möchten die Prüfer von dir sehen, dass du Probleme und Konflikte alleine lösen kannst und selbstständig zu einer Entscheidung findest. Außerdem ist es wichtig, dass du dein Vorgehen genau strukturierst und mit deiner Rhetorik überzeugst.

Und hier kommt auch schon ein Beispiel.

Organisiere eine Party für deine Freunde. Beachte jedoch, dass es verschiedene
Interessenlager gibt, die alle unter einen Hut zu bringen sind.

Bei der Vorbereitung eines Kurzvortrages muss zunächst das Thema durchdacht und das Problem erkannt werden. Erst dann kann Klarheit über die Sachlage und das Ziel gewonnen werden.

Gehe daher wie folgt vor:

  • Worum geht es im Thema?
  • Was gehört zum Thema?
  • In welchem größeren Zusammenhang steht das Problem?
  • Und welche Maßnahmen muss ich treffen, um das Problem zu lösen?

 

Bei der Erfassung des Themas geht es also darum, die verschiedenen Aspekte eines Problems zu erkennen und Lösungen zu schaffen.

Empfehlung zur Vorbereitung

Wir hoffen nun, wir konnten dir einen guten Einblick in das Assessment Center der Bundeswehr geben und dir möglicherweise auch die Angst vor dem Gespräch nehmen.

Benötigt du passende Übungsmaterialien zum Auswahlverfahren bei der Bundeswehr?

Dann schau dir unseren Online Kurs für die Bundeswehr an.

Dort bekommst du zusätzliche Videos, zahlreiche Aufgaben und Themen zur Wiederholung und außerdem eine Prüfungssimulation zur Festigung deiner Fertigkeiten!

Viel Erfolg beim Auswahlverfahren wünscht dir dein Plakos Team.

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