Lerntypentest – ein populärer und kostenloser Schnelltest

Mach jetzt den Plakos Lerntypen-Test – online und kostenlos! Viele von uns fragen sich: “Welcher Lerntyp bin ich?”. Es gibt verschiedene anerkannte Tests, um den eigenen Lerntyp herauszufinden. Dazu zählen unter anderem der VARK Test, der Vester Test und unser Plakos Lerntypen-Test. Dabei konzentrieren sich alle Tests auf die Art und Weise, wie wir Informationen aufnehmen. Wir lernen vor allen durch die Nutzung unserer Sinnesorgane zum Sehen, Hören, Lesen und Fühlen. Erfahre nun mehr dazu!

 

Wissenschaftliche Sicht: Welche Lerntypen unterscheiden wir?

Alle Menschen filtern die Informationen, die sie erhalten und nehmen sie unterschiedlich auf. Das liegt am jeweiligen Lerntyp und ist auch der Grund dafür, warum beispielsweise einige Schülerinnen und Schüler dem Unterricht nicht gut folgen können. Es ist einfach nicht ihre bevorzugte Lernmethode. Doch welche Unterscheidung findet hinsichtlich der verschiedenen Lerntypen statt?

Lerntyp – Unterscheidung nach Frederic Vester

Einer der ersten, der eine Unterscheidung nach Lerntyp vorgenommen hat, war der Universitätsprofessor Frederic Vester (1925 – 2003). Er hat die Menschen in vier Lerntypen eingeteilt und dabei nach der Art unterschieden, wie sie den Lernstoff aufnehmen:

 Visueller Lerntyp
lernt durch Lesen, Grafiken, Schaubilder, Mindmaps, farbigen Markierungen oder einer Kombination aus diesen Dingen
 Auditiver Lerntyp
lernt durch Hören, Vorträge, Diskussionen und Gespräche, aber auch Hörbücher, Podcasts oder CDs
 Haptischer Lerntyp
lernt durch Ausprobieren, Anfassen, Anwenden, Modelle, Lernkarten („Learning by doing“ kann entweder etwas zum sprichwörtlichen Anfassen sein, aber auch die Anwendung einer Fremdsprache im Ausland)
 Intellektueller Lerntyp
lernt durch Nachdenken oder Erörtern von Problemstellungen. Dieser Lerntyp wurde aber häufig von Vesters Gegner kritisiert, da es sich nicht um einen Wahrnehmungskanal handelt.

Lerntyp – neu aufgestellte Typen nach Neil Fleming

Aufgrund der Kritik an Frederic Vester hat Neil Fleming den intellektuellen Typen gestrichen und vier neue Lerntypen herausgearbeitet:
● Visueller Lerntyp (lernt über Schaubilder)
● Auditiver Lerntyp (lernt über Vorträge und Diskussionen)
● Lesend-Schreibender Lerntyp (liest Bücher und schreibt wichtige Dinge auf)
● Kinästhetischer Lerntyp (muss das Gelernte anwenden, um es zu verinnerlichen)

Lerntypen nach Schrader

Es gibt noch eine weitere Abwandlung, die gleich 5 Lerntypen beinhaltet:
● Theoretiker – er lernt gern und wendet das Wissen praktisch an
● Anwendungsorientierte – er probiert das Erlernte gerne aus und baut es weiter aus
● Musterschüler – lernen gerne auswendig und geben die Fakten wieder, finden aber keine eigenen Lösungen
● Gleichgültige – lernen nur so viel, dass sie gerade so durch die Prüfung kommen
● Unsichere – lernt hauptsächlich einfache Inhalte, die er sich gut einprägen kann

Lerntypen nach David A. Kolb

Die Unterscheidung von David A. Kolb bezieht sich eher auf den Lernstil als den Lerntyp. Er unterscheidet Entdecker, Denker, Entscheider und Praktiker. Dabei handelt es sich um einen Lernkreislauf, der durch Erfahrung, Beobachtung, Verstehen und aktives Anwenden immer wieder von vorn beginnt.

Das sind die 4 populären Lerntypen

Bestimmt hast Du bei der Vorstellung der verschiedenen Lerntypen schon bemerkt, dass Du Dich zu der einen oder anderen Beschreibung mehr hingezogen fühlst. In der Lern-Wissenschaft haben sich schlussendlich diese vier Lerntypen durchgesetzt: Der visuelle Lerntyp (sehen), auditive Lerntyp (hören), kommunikativer Lerntyp (lesen, schreiben, sprechen) und der motorische Lerntyp (fühlen).

 

Lerntypentest Auswertung Fragen

Im Folgenden beschreiben wir die verschiedenen Lernmethoden dieser Lerntypen. Am Ende erklären wir, weshalb man sich beim Lernen nicht auf ein bestimmtes Sinnesorgan konzentrieren, sondern immer 2-3 Kanäle nutzen sollte.

Visueller Lerntyp

Der visuelle Lerntyp lernt am besten durch die bildliche Veranschaulichung von Lernstoff. Skizzen, Mind-Maps und Diagramme helfen dem visuellen Lerntypen bei der Speicherung von Informationen im Langzeitgedächtnis. Eins der typischen Lernwerkzeuge für den visuellen Lerntypen sind Karteikarten, beispielsweise zum Lernen von Vokabeln. Das beliebteste Lernportal für den visuellen Lerntypen heißt Youtube. Durch ein Video versteht der visuelle Lerntyp den Stoff viel besser, als beispielsweise durch einen Artikel.

 

Auditiver Lerntyp

Der auditive Lerntyp nimmt Informationen am besten durch das Ohr auf. Alleine das Lesen eines Stoffes hilft dem auditiven Lerntypen nicht viel. Er muss in der Vorlesung das Thema schon einmal gehört haben, um sich daran zu erinnern. Auch das eigene laute Vorlesen des Stoffs hilft ihm bei der Speicherung der Informationen im Gehirn enorm. Beim Lernen führen auditive Lerntypen gerne Selbstgespräche oder machen aus einem Thema einen Vortrag. Wichtig für den auditiven Lerntyp ist absolute Ruhe, sodass er sich auf seine eigene Stimme konzentrieren kann. Das Aufnehmen und Abspielen einer eigenen Lernkassette kann helfen.

 

Kommunikativer Lerntyp

Für den kommunikativen Lerntypen ist der Austausch mit anderen sehr wichtig. Natürlich ist die Voraussetzung für ein Gespräch, dass man den Stoff bereits für sich aufgeschrieben, gelesen und grob verstanden hat. Das Gespräch selbst soll den Stoff dann vertiefen und bestimmte Lernlücken eliminieren. Typisch für den kommunikativen Lerntypen ist die Bildung von Lerngruppen. Während die anderen Lerntypen eher auf sich allein gestellt sind, versuchen die kommunikativen Lerntypen durch eine Diskussion mit anderen den Sachverhalt besser zu verstehen. Durch den Meinungsaustausch versuchen kommunikative Lerntypen gemeinsam zu einer Lösung zu kommen. Der gemeinsame Lösungsfindungsprozess ist für ihn eine echte Lernleistung.

 

Motorischer Lerntyp

Den Lernprozess des motorischen Lerntyps kann man mit den Worten “learning by doing” beschreiben. Häufig ist der Stoff an sich nicht zum “Handeln” geeignet, beispielsweise beim Lernen von Vokabeln. Dann hilft es dem motorischen Lerntypen, wenn er Lernmaterialien zum Anfassen hat. Das können bei Vokabeln beispielsweise Scrabble-Steine sein. Motorische Lerntypen lernen, ähnlich wie kommunikative Lerntypen, in Gruppen. Jedoch versuchen sie beispielsweise durch Rollenspiele bestimmte Sachverhalte zu lösen. Typisch für den motorischen Lerntypen sind beispielsweise Unternehmensspiele in der Schule oder im Studium. Auch Labore oder praktische Arbeiten sind wesentlich für den Lernerfolg des motorischen Lerntypens.

Neben den vier oben genannten Lerntypen wird häufig bei den Tests noch der Lesen / Schreiben Lerntyp erwähnt. Dieser Lerntyp nimmt Informationen am besten durch das Lesen und Schreiben auf.

 

Misch-Lerntyp

Es gibt keinen Lerntyp wie aus dem Bilderbuch. Stattdessen gibt es viele Mischtypen, was auch bei einigen Lernthemen wichtig ist. Beispielsweise um Sprachen zu lernen, genügt es nicht, eine Fremdsprache, möglicherweise in einer fremden Schrift (chinesisch, arabisch) zu lesen, sondern sie auch auszusprechen. Das bedeutet, dass man die Aussprache hören und „nachahmen“ muss, sich aber die notwendige Grammatik dennoch visuell aneignen kann.

 

Eine gesunde Mischung finden

Empirische Untersuchungen konnten bei der Berücksichtigung des Lerntyps für die Gestaltung des Unterrichts keine nachweisbaren Vorteile finden. Das hat unter anderem den Grund, dass keiner von uns die Reinform eines Lerntyps repräsentiert. Vielmehr nehmen wir die Informationen durch unsere Sinnesorgane unterschiedlich stark auf. Folgende Übersicht mit belegten Erinnerungsquoten soll veranschaulichen, weshalb man sich beim Lernen am besten auf mehrere Sinnesorgane gleichzeitig konzentrieren sollte:

  • Lernstoff wird nur gehört -> 20% Erinnerungsquote
  • Lernstoff wird nur gesehen -> 30% Erinnerungsquote
  • Lernstoff wird gesehen und gehört -> 50% Erinnerungsquote
  • Lernstoff wird gesehen, gehört und diskutiert -> 70% Erinnerungsquote
  • Lernstoff wird gesehen, gehört, diskutiert und selbst umgesetzt ->  90% Erinnerungsquote

 

Digitale Lerntypen auf dem Vormarsch

Es gibt immer noch Menschen, die sich am liebsten eigene Stichworte notieren, um diese später zu wiederholen und tatsächlich das haptische Erlebnis mit Papier und Stift benötigen. Daran ist auch nichts falsch. Die Unterstützung digitaler Medien ist aber enorm gestiegen und kann beim E-Learning sogar interaktiv ablaufen.

Was ist der Vorteil von E-Learning? Beim digitalen Lernen kannst Du alle Sinne gleichzeitig ansprechen. Leider fehlt dabei oftmals der soziale Austausch wie beim Lernen in der Gruppe.

Haben analoge Lernmethoden noch Vorteile? Ja, beispielsweise in Schulungen. Hier können digitale Medien zum Einsatz kommen, während die Mitarbeiter dennoch Notizen (analog) machen und danach das Erlernte in der Gruppe diskutieren oder üben.

Was hast Du davon, wenn Du weißt, welcher Lerntyp Du bist?

Wenn Du Deinen Lerntyp kennst, kannst Du Dich besser auf verschiedene Prüfungen wie beispielsweise Einstellungstests vorbereiten. Dabei musst Du auch Trainings zum logischen Denken, visuelle Aufgaben oder Merkübungen durchführen, die nicht jedem Lerntyp leicht fallen.

Mit den Testtrainern von Plakos kannst Du dafür sorgen, die schwächer ausgeprägten Wahrnehmungskanäle gezielt zu trainieren, beispielsweise mit Logik-Online-Testtrainer.

 

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