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Inflation und Deflation einfach erklärt

Inflation und Deflation
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Inhaltsverzeichnis

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Inflation und Deflation einfach erklärt | Inflation ist ein Begriff aus der Volkswirtschaftslehre, der mittlerweile in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen ist, aber nicht unbedingt von jedem sofort verstanden wird. Damit das nicht so bleibt, erklären wir dir hier, was sich genau hinter der Inflation verbirgt, die im Laufe der Jahrzehnte mal mehr, mal weniger im Fokus der Presse steht.

Was bedeutet Inflation?

Vereinfacht ausgedrückt beschreibt die Inflation den Zustand, dass sich ein Verbraucher für das gleiche Geld weniger Güter oder Dienstleistungen kaufen kann. Für den Normalbürger ist Inflation also eine unangenehme Sache. Die Geldhüter der Zentralbanken hingegen streben eine begrenzte Inflation sogar an, doch dazu später mehr.

Zunächst wollen wir uns ansehen, wie es dazu kommen kann, dass ein Verbraucher für das gleiche Geld weniger kaufen kann. Dafür gibt es zwei Gründe. Entweder werden die Produkte und Dienstleistungen immer teurer oder das Geld verliert tatsächlich an Wert.

Die Verteuerung der Güter

Betrachten wir zunächst die Verteuerung der Güter. Hier wird zwischen Nachfrage- und Kosteninflation unterschieden.

Eine Nachfrageinflation liegt vor, wenn ein oder mehrere Güter und Dienstleistungen besonders stark nachgefragt werden, die Industrie aber nicht in der Lage ist, die entsprechende Menge zu liefern. Die Anbieter können durch die hohe Nachfrage ihre Preise erhöhen.

Die Kosteninflation funktioniert ähnlich, denn auch hier ist die Nachfrage größer als das Angebot. Allerdings ist bei der Kosteninflation das knappe Angebot und nicht die hohe Nachfrage die Hauptursache.

In einem Nischenmarkt haben Nachfrage- oder Kosteninflation keine Auswirkungen auf den Gesamtmarkt. Steigen jedoch die Preise für beispielsweise Rohstoffe wie Öl oder Gas massiv an, so führt dies zu einer Inflation in weiten Teilen der Bevölkerung.

Der Zusammenhang mit der Geldmenge

Wenn Geld an Wert verliert, sprechen Fachleute von einer geldmengengetriebenen Inflation.

Sie entsteht, wenn die Geldmenge steigt und viele Verbraucher mehr Geld ausgeben können. Die Industrie merkt das natürlich schnell und erhöht ihrerseits die Preise in gleichem Maße.

Verdoppelt der Staat die Geldmenge, so kann der Verkäufer fortan auch das Doppelte für sein Produkt verlangen. Der Staat, von dem hier die Rede ist, ist in Deutschland übrigens die Europäische Zentralbank, die für den Euro zuständig ist und unabhängig von den europäischen Regierungen agiert.

Wie wird Inflation gemessen?

Um die Inflation zu messen und mit Zahlen zu untermauern, wird ein fiktiver Warenkorb verwendet. Dieser enthält (mit regelmäßigen Anpassungen) immer die gleichen Waren und Dienstleistungen, die Verbraucher in Europa für wichtig erachten. In gleichbleibenden Abständen wird dieser Warenkorb gefüllt und geschaut, wie viel Euro für die Menge an Waren bezahlt werden muss.

Die Differenz zwischen dem aktuellen Preis des Warenkorbs und dem Preis vor einem Monat oder vor einem Jahr ergibt die Inflationsrate. Liegt die Inflationsrate längere Zeit über 5 Prozent, sprechen Experten von einer starken Inflation.

Dies war beispielsweise Anfang der 1970er-Jahre durch die Ölpreissteigerungen oder 2022 durch den Ukraine-Krieg der Fall. Eine solch hohe Inflation schränkt den Konsum der Bevölkerung ein und kann weitreichende Folgen für die gesamte Wirtschaft haben, wenn beispielsweise Unternehmen auf die sinkende Nachfrage mit Entlassungen reagieren.

Wie wird Preisstabilität erreicht?

Wie eingangs erwähnt, ist eines der Ziele der Währungshüter die Wahrung der Preisstabilität als Grundlage für Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Sinne der Preisstabilität eine Inflationsrate von rund 2 % anzustreben.

Um dieses Ziel zu erreichen, stehen ihr verschiedene Instrumente zur Verfügung.

Darunter der Leitzins, zu dem sich europäische Banken bei der Zentralbank Geld leihen und an die Verbraucher weitergeben können. 2% gelten den Währungshütern als optimal, weil hierdurch gleichzeitig Wirtschaftswachstum, akzeptable Sparzinsen und bezahlbare Kreditzinsen ermöglicht sind.

Zudem entsteht ein Puffer gegen das Schreckgespenst der Deflation, also sinkende Preise.

Zusammenfassung Inflation und Deflation

Fassen wir das Wichtigste zusammen:

Inflation sorgt dafür, dass Verbraucher für ihr Geld weniger kaufen können.

Der Grund dafür ist, dass die Produkte teurer werden oder dass das Geld an Wert verliert.

Teure Produkte entstehen durch übermäßige Nachfrage oder ein knappes Angebot. Das Geld verliert an Wert, wenn die Zentralbanken mehr Geld in Umlauf bringen. Die Inflationsrate gibt die Preissteigerung
in Prozent an.

Zur Berechnung wird ein bunt gemischter Warenkorb zusammengestellt und die Preise verglichen. Die EZB strebt eine dauerhafte Inflationsrate von 2% an.

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