Studierfähigkeitstest oder Zulassungstest – was ist das?
Zulassungstests durchlaufen alle Bewerber/innen, die beispielsweise aufgrund der Abiturnote nicht durch die erste Stufe des Auswahlverfahrens an einer Hochschule gekommen sind. Das kann zum Beispiel passieren, wenn du dich an einer privaten Hochschule für ein Medizinstudium, Studium der Psychologie, Tourismuswirtschaft, Jura, oder BWL einschreiben möchtest. hier eine Auswahl an Hochschulen, die einen Zulassungstest anbieten:
- St. Gallen
- Uni Potsdam
- Uni Wien
- Uni Mannheim
- Uni Ulm
- HSBA
- DHBW
Grundwissen zu diesem Eignungstest
Der Studierfähigkeitstest kommt vor allem an den Hochschulen in Baden-Württemberg zum Einsatz. Dort ist ein Test für Studiengänge mit Zulassungsbeschränkung in viele Fällen Pflicht. Jede Hochschule hat zwar seine eigenen Auswahlkriterien. Jedoch ist die Hochschule verpflichtet ein schulisches und ein außerschulisches Kriterium heranzuziehen. Beim schulischen Kriterium ist es die Abiturdurchschnittsnote, beim außerschulischen ist es vorranging der Test. Weiterhin kommt der Studierfähigkeitstest beispielsweise an der DHBW zum tragen, wenn der Studiengang eine allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife voraussetzt, der Bewerber aber nur die Fachhochschulreife vorweisen kann. In diesem Fall muss ein zusätzlicher Eignungstest-Nachweis erbracht werden. Der Eignungstest an der DHBW kostet beispielsweise 80,00 EUR. Zum Teil wird dieser auch kostenfrei zur Verfügung gestellt.
FAQ Studierfähigkeitstest
Ein Studierfähigkeitstest ist ein spezieller Eignungstest, der prüft, ob du die nötigen geistigen, fachlichen und methodischen Fähigkeiten für ein bestimmtes Studium mitbringst.
Er ergänzt oft die Abiturnote im Auswahlverfahren und kann über die Zulassung mitentscheiden. Je nach Studiengang testet er z. B. logisches Denken, Sprachverständnis, Mathematik, naturwissenschaftliches Wissen oder Merkfähigkeit.
Ziel ist es, deine Erfolgschancen im Studium realistischer einzuschätzen und die Auswahl fairer zu gestalten.
In Deutschland gibt es mehrere Studierfähigkeitstests, die je nach Studiengang und Hochschule eingesetzt werden. Zu den bekanntesten gehören:
- TMS (Test für medizinische Studiengänge) – für Human-, Zahn- und Tiermedizin
- HAM-Nat – naturwissenschaftlicher Test für Medizin und Zahnmedizin, vor allem in Hamburg und Berlin
- PhaST – spezieller Eignungstest für Pharmazie
- ITB-BA / ITB-NC – Auswahltests für wirtschafts- oder sozialwissenschaftliche Studiengänge
- STAV-Psych – Studierfähigkeitstest für Psychologie
- AHST (Allgemeiner Hochschulstudieneignungstest),z. B. bei beruflich Qualifizierten ohne Abitur
- eignungstest.de Tests, für viele duale Studiengänge und private Hochschulen
Die Module in Studierfähigkeitstests sind meist thematisch gegliedert und auf bestimmte Fähigkeiten ausgerichtet. Je nach Test (z. B. TMS, PhaST, STAV-Psych) können sie unterschiedlich heißen, folgen aber ähnlichen Prinzipien. Typische Module sind:
- Kognitive Fähigkeiten: z. B. Muster erkennen, logisches Denken, räumliches Vorstellungsvermögen, Merkfähigkeit
- Sprachverständnis: Texte lesen und analysieren, Argumente bewerten, Lückentexte
- Mathematik und Zahlenverständnis: Dreisatz, Prozentrechnung, Diagramme interpretieren, Grundrechenarten
- Naturwissenschaftliches Wissen: Chemie, Physik, Biologie (v. a. bei PhaST oder HAM-Nat)
- Diagramme, Tabellen, Abbildungen: Daten analysieren und interpretieren
- Konzentration & Genauigkeit: z. B. Fehler finden, Symbole vergleichen, Reaktionsschnelligkeit
Die Module sind meist einzeln getaktet, dauern zwischen 10–60 Minuten und bestehen aus Multiple-Choice-Aufgaben. Manche Tests enthalten auch Gesamtwertungen oder Teilbewertungen pro Modul.
Ja, es gibt einen nachgewiesenen statistischen Einfluss von Studierfähigkeitstests auf den Studienerfolg. Studien zeigen, dass Tests wie der TMS, PhaST oder STAV-Psych gute Prognosen dafür liefern, wie erfolgreich jemand im Studium sein wird, vor allem in Bezug auf Noten im Grundstudium, Bestehensquoten und Studienabbrüche.
Der Grund: Diese Tests messen Fähigkeiten, die für das jeweilige Fach zentral sind, etwa logisches Denken, naturwissenschaftliches Verständnis oder Merkfähigkeit. Sie ergänzen die Abiturnote sinnvoll, da sie speziell auf die Anforderungen im Studium zugeschnitten sind.
Hochschulen nutzen diese Tests deshalb nicht nur zur Auswahl, sondern auch zur besseren Passung zwischen Bewerbern und Studiengang.
Am besten bereitest du dich auf einen Studierfähigkeitstest vor, indem du gezielt die typischen Aufgabenbereiche trainierst, z. B. Logik, Mathematik, Sprachverständnis, naturwissenschaftliches Wissen oder Merkfähigkeit. Nutze dafür Online-Testtrainer, Übungsbücher oder alte Beispielaufgaben.
Wichtig ist, unter realistischen Bedingungen zu üben, also mit Zeitvorgabe und ohne Hilfsmittel. So gewöhnst du dich an den Prüfungsdruck. Wiederholung, gutes Zeitmanagement und frühzeitiger Einstieg in die Vorbereitung sind der Schlüssel zum Erfolg.
Unser Online Testtrainer führt dich durch die verschiedenen Disziplinen in den Studierfähigkeitstest und bereitet dich optimal anhand interaktiver Übungen und Lernvideos vor.
Studierfähigkeitstest Vorbereitung
- Interaktive Übungsaufgaben & Lösungen
- Erklärvideos, Erfahrungsberichte & Insidertipps
- Zugang zur Plakos Lern-App
Allgemeine und spezifische Tests
Beim Studierfähigkeitstest gibt es allgemeine Studierfähigkeitstests, die allen Studiengängen einer Hochschule zugrunde liegen und spezifische Eignungstests. Zu den spezifischen Studienfähigkeitstests zählt beispielsweise der TMS (Test für medizinische Studiengänge) in Deutschland. Nicht-Mediziner absolvieren meist einen allgemeinen Studierfähigkeitstest.
Der allgemeine Studierfähigkeitstest ist einem IQ Test sehr ähnlich. Es werden Teilintelligenzen auf verschiedenen Ebenen abgeprüft. Dazu zählen u.a. die kognitive Leistungsfähigkeit ( logisches Denken, Zahlenverständnis und verbale Fähigkeiten), sowie Persönlichkeitseigenschaften wie emotionale Stabilität, Gewissenhaftigkeit und Offenheit. Die persönlichkeitseigenschaften werden anhand einer Selbsteinschätzung erfasst, was eine gewisse Ehrlichkeit voraussetzt. Die Leistungsfähigkeit wird anhand eines computergestützten Leistungstests erfasst.
Der gesamte Studierfähigkeitstest wird in den Hochschulen am PC durchgeführt. Man hat, wie in jeder Prüfung, eine bestimmte Zeit für die Bearbeitung der Aufgaben. Durch die Beantwortung einer Aufgabe erscheint die nächste. Ähnlich wie bei den Online-Übungen oben, werden zu einer Aufgabe vier Lösungen angeboten. Eine Lösung davon ist richtig, und 3 Lösungen sind falsch (Multiple Choice / Antwort-Wahl-Verfahren). Das plakos Team wünscht allen Studieninteressierten viel Erfolg beim Eignungstest, genauso wie im späteren Studium.
Voraussetzungen für ein Studium
Im Studium werden von den Studenten viele Fähigkeiten vorausgesetzt. Dazu zählt unter anderem kritisches Denken und Organisationsfähigkeit. Diese und andere Methodenkompetenzen sollten optimaler Weise bereits in der Schule vermittelt worden sein.
Beispielaufgaben aus dem Kurs
- Aufgabe 01
- Lösung 01
Was ist der primäre Anlass dafür, dass Bewerber/innen Zulassungstests durchlaufen müssen?
Weil die Abiturnote nicht für die Zulassung ausreicht oder der Test den NC aufwerten soll.
- Aufgabe 02
- Lösung 02
In welchem deutschen Bundesland kommt der Studierfähigkeitstest vor allem an Hochschulen zum Einsatz und ist bei Studiengängen mit Zulassungsbeschränkung oft Pflicht?
ufgabe einfügen!
Baden-Württemberg.
- Aufgabe 03
- Lösung 03
Was ist das spezifische Ziel des TMS (Test für medizinische Studiengänge)?
Die Zulassung für Medizinstudiengänge.
- Aufgabe 04
- Lösung 04
Welche der folgenden Teilintelligenzen wird im allgemeinen Studierfähigkeitstest im Bereich der kognitiven Leistungsfähigkeit nicht abgeprüft?
Körperliche Fitness und Ausdauer.