Sachkundeprüfung WBK: Das musst du zur Waffenbesitzkarte wissen

Wer in Deutschland zum Beispiel als Sportschütze tätig ist oder Schusswaffen sammelt, benötigt die sogenannte Waffenbesitzkarte. Diese wird oftmals mit dem Waffenschein verwechselt, ist aber eigentlich etwas vollkommen anderes. Wie du die Waffenbesitzkarte bekommen kannst und was es mit der Sachkundeprüfung WBK auf sich hat, erfährst du im Folgenden.

Was ist die Waffenbesitzkarte?

Die Waffenbesitzkarte (WBK) oder Waffenerwerbskarte ist in Deutschland notwendig, wenn du eine scharfe Schusswaffe besitzen möchtest. Ausgenommen sind hiervon zum Beispiel Signalwaffen oder Schreckschusswaffen. Die WBK berechtigt dich dazu, Schusswaffen und Munition besitzen zu dürfen. Das bedeutet allerdings nicht, dass du die Waffe auch führen darfst. Du darfst zwar „Gewalt über die Waffe ausüben“, diese aber gleichzeitig zum Beispiel nicht „zugriffsbereit“ oder „schussbereit“ transportieren.

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Voraussetzungen für den Sachkundenachweis

Es liegt auf der Hand, dass nicht jede Person dafür geeignet ist, eine Waffe zu tragen oder überhaupt die Sachkundeprüfung abzulegen. Zu den generellen Voraussetzungen für die WBK gehören daher:

  • Volljährigkeit
  • Die Zuverlässigkeit nach § 5 des Waffengesetzes
  • Persönliche Eignung nach § 6 des Waffengesetzes
  • Sachkundenachweis mit vorausgegangenem Lehrgang
  • Bewiesene waffenrechtliche Bedürftigkeit

Nachweisen können musst du im Zuge der Prüfung also nicht nur deine Sachkunde, sondern auch eine waffenrechtliche Bedürftigkeit. Hierzu gehören etwa das Sportschießen, die Jagd oder auch das Sammeln von Waffen nach kulturhistorischen Gesichtspunkten. Zum Selbstschutz ist die WBK ebenfalls gedacht, allerdings musst du dann klar darlegen können, warum du dein Leben mehr als alle anderen Bürger der Gesellschaft mit einer eigenen Waffe verteidigen musst.

Sachkundeprüfung WBK: Wie sieht die Prüfung aus?

In der Sachkundeprüfung im Anschluss an den Sachkundelehrgang für die Waffenbesitzkarte stehen natürlich ganz verschiedene Themenbereiche auf dem Plan. Hierzu gehören:

  • Waffenrecht und sonstige Rechtsvorschriften (zum Beispiel Kennzeichnung und Aufbewahrung von Waffen und Munition, Notwehr und Notstand oder die Rechten und Pflichten eines Waffenbesitzers)
  • Waffentechnik (Waffen, Munition, Geschosse)
  • Handhabung von Waffen
  • Not- und Seenotsignalmittel

Kosten für die WBK

Die Kosten für die Waffenbesitzkarte variieren in der Regel zwischen den Bundesländern. Als Faustregel gilt aber, dass du zwischen 40 und 80 Euro einplanen solltest. Darüber hinaus kommen in der Regel weitere Kosten für den Test auf Zuverlässigkeit und Eignung oder Kosten für das Eintragen von Waffen dazu.

Fazit: Eignung muss nachgewiesen werden

Die Waffenbesitzkarte und die damit verbundene Sachprüfung sind enorm wichtig. Hierdurch wird sichergestellt, dass nur die Menschen in den Besitz einer Waffe kommen, die hierfür auch die notwendige Eignung und Verlässlichkeit mitbringen. Die musst du beweisen. Und für die Sachkundeprüfung solltest du dich auf jeden Fall gut vorbereiten. Hier warten zahlreiche Fragen aus unterschiedlichen Bereichen auf dich.


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