Kranschein Prüfung: So bestehst du die Prüfung erfolgreich
Kranschein Prüfung: Inhalte, Ablauf & optimale Vorbereitung
Ob auf Baustellen, in Lagerhallen oder in der industriellen Produktion, ohne Krane
geht nichts. Doch bevor du einen Kran bedienen darfst, musst du die Kranschein Prüfung bestehen.
Die Kranscheinprüfung ist verpflichtend, damit Krane sicher und verantwortungsvoll bedient werden. Sie zeigt, dass du sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die praktische Bedienung beherrschst. In diesem Beitrag erfährst du:
• wer einen Kran bedienen darf
• wie die Ausbildung aufgebaut ist
• wie die Kranschein Prüfung abläuft
• welche Inhalte geprüft werden
• wie du dich optimal vorbereitest
• und bekommst 4 originale Beispielaufgaben aus der Prüfung
Wer darf einen Kran führen?
Die gültigen Vorschriften stehen in:
• DGUV Vorschrift 52 § 29
• DGUV Grundsatz 309-003
• Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) § 12
Demnach dürfen nur Personen einen Kran beruflich führen, die:
- mindestens 18 Jahre alt sind (Ausnahmen ab 16 möglich)
- körperlich und geistig geeignet sind
- ein gutes Seh- und Hörvermögen besitzen
- ausreichende Deutschkenntnisse haben
- eine Ausbildung + bestandene Kranschein Prüfung vorweisen
FAQ zur Kranschein Prüfung
- Du musst mindestens 18 Jahre alt sein.
- Du brauchst körperliche und geistige Eignung, z. B. gutes Seh‑ und Hörvermögen, koordinatives Verhalten und grundsätzlich gesundheitliche Tauglichkeit.
- Es werden ausreichende Deutschkenntnisse verlangt, also so, dass du Sicherheitshinweise, Bedienelemente und Anleitungen verstehen kannst.
- Du musst einen theoretischen und praktischen Lehrgang samt Prüfung absolvieren und bestehen, mit Unterweisung in Krantechnik, Arbeitssicherheit und Bedienung des jeweiligen Krantyps.
- Der Arbeitgeber muss dir, ggf. schriftlich, die Befähigung offiziell übertragen, also dich zum Kranführer „bestellen“.
Im theoretischen Teil der Kranschein-Ausbildung werden typischerweise folgende Inhalte vermittelt und geprüft:
- Grundlagen der Krantechnik: Aufbau und Funktion verschiedener Krantypen
- Lastaufnahmemittel: z. B. Anschlagmittel, Haken, Seile, Ketten und deren richtige Verwendung
- Physikalische Grundlagen: z. B. Schwerpunkt, Tragfähigkeit, Hebelgesetze, Stabilität
- Sicherheitsvorschriften: gesetzliche Regelungen, Unfallverhütungsvorschriften (z. B. DGUV-Vorschriften)
- Betriebliches Umfeld: Verkehrswege, Gefahrenbereiche, Absperrungen
- Verhalten in Gefahrensituationen: z. B. bei Wind, Sichtbehinderung oder Störungen
- Pflichten und Verantwortung des Kranführers: tägliche Sichtkontrolle, Wartung, Dokumentation
- Zeichensprache und Kommunikation: Handzeichen und Funkbefehle bei Zusammenarbeit mit Einweisern
Der praktische Teil der Kranschein-Prüfung läuft in der Regel auf einem Übungsgelände oder direkt im Betrieb ab und umfasst folgende Schritte:
- Einweisung am Kran: du zeigst, dass du Aufbau, Bedienelemente und Sicherheitseinrichtungen kennst
- Tägliche Kontrolle: Sichtprüfung und Funktionscheck vor dem Einsatz (z. B. Bremsen, Seile, Haken)
- Bedienübungen: sicheres Heben, Senken, Schwenken und Fahren mit der Last
- Lastführung: z. B. Last aufnehmen, transportieren, punktgenau absetzen ohne Schwingen
- Umgang mit Anschlagmitteln: richtiges Einhängen und Prüfen von Seilen, Ketten oder Schlaufen
- Arbeiten nach Handzeichen: Zusammenarbeit mit Einweisern und korrektes Reagieren auf Zeichen
- Verhalten bei Störungen oder Gefahr: z. B. Abschalten, Absichern, Meldung an Vorgesetzte
Theoretische Prüfung (schriftlich):
Diese besteht meist aus Multiple-Choice-Fragen, gelegentlich auch aus kurzen offenen Fragen. Geprüft werden Fachwissen zu Krantechnik, Sicherheitsvorschriften, Physikgrundlagen, Lastenhandhabung und rechtlichen Grundlagen.
Praktische Prüfung (praktische Durchführung am Kran):
Du führst konkrete Aufgaben am Kran aus, z. B. Lasten aufnehmen, sicher bewegen und absetzen. Dabei wird auch die tägliche Sicht- und Funktionsprüfung sowie der Umgang mit Anschlagmitteln bewertet.
Die Kosten und der zeitliche Aufwand für den Kranschein können je nach Anbieter und Krantyp (z. B. Turmdrehkran, Hallenkran, Mobilkran) variieren:
Kosten: In der Regel zwischen 300 und 600 Euro für den kompletten Kurs inkl. Prüfung. Bei spezialisierten Krantypen oder Firmenschulungen kann es auch teurer werden.
Dauer: Meist 2 bis 5 Tage – abhängig vom Umfang (z. B. Kompaktkurs oder Intensivschulung).
Enthalten sind dabei theoretische Schulung, Praxisteil, Prüfungen sowie ggf. Schulungsunterlagen und Teilnahmezertifikate. Manche Arbeitgeber übernehmen die Kosten.
Vor der Kranschein-Prüfung solltest du gezielt folgende Fähigkeiten und Kenntnisse trainieren:
- Technisches Verständnis: für den Aufbau und die Funktion verschiedener Krantypen
- Sicherheitsbewusstsein: Regeln zum Arbeitsschutz, Verhalten in Gefahrensituationen, Unfallvermeidung
- Physikalische Grundlagen: z. B. Hebelgesetz, Schwerpunkt, Lastverteilung
- Umgang mit Anschlagmitteln: richtiges Anschlagen, Belastungsgrenzen, Sichtprüfung
- Bedienpraxis: sicheres Heben, Fahren, Schwenken und Absetzen von Lasten
- Konzentration und Präzision: besonders beim Arbeiten mit schweren Lasten oder in engen Bereichen
- Verständnis für Handzeichen: Kommunikation mit Einweisern und korrektes Reagieren
Unser Online Testtrainer führt dich durch die verschiedenen Disziplinen in die Kranschein Prüfung und bereitet dich optimal anhand interaktiver Übungen und Lernvideos vor.
Die Ausbildung vor der Kranschein Prüfung
Die Ausbildung findet meist bei TÜV, DEKRA oder zertifizierten Schulungszentren statt.
• 1 Tag für einfache Hallenkrane
• 2–4 Tage für umfangreiche Kranführerausbildungen
• Je größer die Kranvielfalt, desto länger die Schulung
Hier lernst du:
• rechtliche Grundlagen & Sicherheitsvorschriften
• Aufbau und Funktion verschiedener Krantypen
• Lastenberechnung
• Unfallverhütung
• Verantwortlichkeiten des Kranführers
Du übst reale Handlungsabläufe:
• Kransteuerung
• Last aufnehmen, heben und absetzen
• sichere Wegeführung
• Anschlagen von Lasten
• Arbeiten unter realen Bedingungen
• Gefahrensituationen erkennen und vermeiden
Ablauf der Kranschein Prüfung
Die Kranschein Prüfung besteht aus zwei Teilen:
• Multiple-Choice-Format
• ca. 180 Fragen im Fragenpool
• Themen wie:
• Kranarten
• Sicherheitsvorkehrungen
• Lastenberechnung
• Einsatzgrenzen
• Umweltauswirkungen (z. B. Wind)
• Pflichten des Kranführers
Jeder Prüfling erhält unterschiedliche Aufgaben, die Auswahl erfolgt per Zufall.
Hier musst du zeigen, dass du einen Kran sicher bedienen kannst.
Geprüft werden:
• Fahrmanöver
• präzises Anheben und Bewegen von Lasten
• sichere Einhaltung aller Vorschriften
• Reaktion auf Fehler oder Störungen
• korrekter Umgang mit Lasten und Anschlagmitteln
Nur wenn du beide Prüfungsteile bestehst, erhältst du den Kranschein.
Kranscheinprüfung Vorbereitung
- Interaktive Übungsaufgaben & Lösungen
- Erklärvideos, Erfahrungsberichte & Insidertipps
- Zugang zur Plakos Lern-App
Optimale Vorbereitung auf die Kranschein Prüfung
Vorwissen aufbauen
Lerne frühzeitig Grundlagen wie Lastenberechnung, Kranarten und
Sicherheitsvorschriften.
Prüfungssimulationen nutzen
Online-Testtrainer (wie Plakos) bieten realistische Prüfungsfragen.
Videos & Praxisbeispiele anschauen
Viele Schulungszentren zeigen typische Fehler und Lösungswege.
Fragenpool mehrfach durchgehen
Je öfter du übst, desto besser erkennst du Muster.
Ruhig bleiben bei der praktischen Prüfung
Die Prüfer achten besonders auf sicheres Verhalten.
Fazit: Erst vorbereiten, dann Test meistern
Die Kranschein Prüfung ist ein wichtiger Schritt, um sicher und legal mit Kränen arbeiten zu dürfen.
Mit guter Vorbereitung, besonders durch Übungsfragen und praktische Einheiten, ist die Prüfung sehr gut zu schaffen.
4 Beispielaufgaben aus der Kranschein Prüfung
Hier findest du originale Aufgabentypen:
- Aufgabe 01
- Lösung 01
Kranarten
Welcher Kran wird häufig für die Montage von Fertighäusern eingesetzt?
A) Raupenkran
B) Brückenkran
C) Mobilkran
D) Turmdrehkran
D) Mobilkran
- Aufgabe 02
- Lösung 02
Handzeichen / Kommunikation
Ein Signalgeber winkt mit einer Hand seitlich hin und her.
Was bedeutet dieses Zeichen?
A) Absetzen
B) Weiterfahren
C) Anhalten
D) Drehen
C) Anhalten
- Aufgabe 03
- Lösung 03
Tragfähigkeit
Wie nennt man die maximale Tragfähigkeit eines Krans?
A) Hebekapazität
B) Traglast
C) Arbeitslast
D) Hubhöhe
B) Arbeitslast
- Aufgabe 04
- Lösung 04
Witterung
Welche Witterungsbedingung beeinflusst die Kranfahrt am stärksten?
A) Windböen
B) Starkregen
C) Nebel
D) Sonnenschein
A) Windböen