Organisationsstruktur der Bundeswehr
Praktikum bei der Bundeswehr und Neuer Wehrdienst
Um sicherzugehen, dass die Bundeswehr für Dich der richtige Arbeitgeber ist, kannst Du entweder ein Praktikum (Schülerpraktikum oder Praktika für Studierende) oder den freiwilligen Wehrdienst absolvieren. Dieser heißt seit der Wehrdienstreform Neuer Wehrdienst und ist weiterhin freiwillig.
Der freiwillige Wehrdienst wird häufig von Schulabsolventen nach dem Schulabschluss wahrgenommen. Auch hier musst Du zunächst einen Bundeswehr Einstellungstest durchlaufen, inklusive Fragebogen und Musterung.Berufe im Neuen Wehrdienst
Als freiwillig Wehrdienstleistende/r (FWD) lernst Du in 6 bis 11 Monaten alles Wichtige rund um den Soldatenberuf. Wenn Du Dich für 12 bis 23 Monate verpflichtest, dienst Du als Soldat/in auf Zeit. Der Wehrdienst ist der Laufbahn der Mannschaften zuzuordnen. Einige Beispielberufe sind Fluggerätemechaniker, Jäger, Sanitäter, Raketenartilleristen, Fallschirmjäger oder auch Medienproduzent. Allein dieser kleine Auszug von den über 200 Verwendungsmöglichkeiten zeigt, wie vielseitig die Tätigkeiten sind.
Voraussetzungen für den Neuen Wehrdienst
- Mindestalter von 17 Jahren
- Schulpflicht erfüllt
- Deutsche Staatsbürgerschaft
- Flexibilität bzgl. des Standorts und Bereitschaft zur Teilnahme an Auslandseinsätzen
Bewerbung bei der Bundeswehr
Deine Bewerbung kannst Du über das Online-Bewerbungsportal der Bundeswehr einreichen. Welche Unterlagen Du genau brauchst, besprichst Du am besten mit Deiner Karriereberaterin oder Deinem Karriereberater. In der Regel sind das:
- Standard-Bewerbungsbogen der Bundeswehr
- Zusatzfragebogen
- Lückenloser Lebenslauf mit Arbeitszeugnissen und Bescheinigungen (auch Studiennachweise und/oder Gesellen-, Gehilfen-, Facharbeiter-, Meisterbrief)
- Geburtsurkunde
- Kreditverträge und ähnliche Unterlagen zu finanziellen Verpflichtungen
- Ggf. ärztliche Unterlagen und weitere Unterlagen, je nach spezieller Anforderung
Übrigens stehen seit 2001 alle militärischen Laufbahnen der Bundeswehr auch Frauen offen.
Bundeswehr Einstellungstest
- Interaktive Übungsaufgaben & Lösungen
- Erklärvideos, Erfahrungsberichte & Insidertipps
- Zugang zur Plakos Lern-App
Bewerbungsbogen der Bundeswehr
Stand und Laufbahn
Standardangaben
Berufsgruppen
Auf den folgenden Seiten wird es konkreter. Hier gibst Du an, für welche Berufsgruppen Du Dich genau interessierst. Als Offizier musst Du entscheiden, in welchen Bereich Du gehen möchtest, zum Beispiel Heer, Luftwaffe, Marine, Cyber- und Informationsraum oder Sanitätsdienst.
Lies Dir hier unbedingt alle Informationen genau durch und besprich im Zweifelsfall die Angaben mit Deinem Karriereberater. Auf der letzten Seite findest Du die Einwilligungen zum Datenschutz und leere Felder, in die Du Deine Unterschrift setzen musst.
Nächster Schritt: Bundeswehr Einstellungstest
Der Basis-Fitness-Test / Sporttest Bundeswehr
Soldatinnen und Soldaten müssen einmal im Jahr einen Basis-Fitness-Test absolvieren und bestehen. Ob Du bereits im Einstellungstest einen Sporttest ablegen musst, hängt von Deiner Laufbahn ab. Wenn ja, musst Du alle drei Teildisziplinen bestehen:
- 11 x 10 m Pendellauf (Ziel: schneller als 60 s)
- Klimmhang (Ziel: so lange wie möglich, mind. 5 s)
- 3000 m Fahrradergometer (Ziel: unter 6 min 30 s)
Solltest Du ausschließlich am Sporttest scheitern, kannst Du diesen Prüfungsteil innerhalb von 6 Monaten wiederholen.
Bundeswehr Einstellungstest
- Interaktive Übungsaufgaben & Lösungen
- Erklärvideos, Erfahrungsberichte & Insidertipps
- Zugang zur Plakos Lern-App
Psychologischer Test Bundeswehr
Der psychologische Test bzw. das Aufnahmegespräch zählt zu den wichtigsten Bestandteilen des Auswahlverfahrens. Oftmals musst Du Dich selbst in Form eines Kurzvortrags vorstellen. Eine gute Vorbereitung ist hier extrem hilfreich, vor allem weil häufig ähnliche Fragen gestellt werden.
Folgende allgemeine und persönliche Fragen könnten Dir im Auswahlgespräch gestellt werden:
- Warum möchtest Du zur Bundeswehr?
- Was hast Du in der Vergangenheit bereits für praktische Erfahrungen gesammelt?
- Warum bist Du der/die richtige für die Bundeswehr?
- Wann wurde die Bundeswehr gegründet?
- Welche Auslandseinsätze tätigt die Bundeswehr bisher?
- Wie wird der Bundeskanzler gewählt?
- Du beschützt eine Brücke und musst jeden erschießen, der über die Brücke läuft. Würdest Du eine Frau oder ein Kind erschießen, wenn sie über die Brücke gehen?
Die computergestützten Eignungstests bei der Bundeswehr ähneln sehr stark den Eignungstests bei der Polizei, beim Zoll oder der Berufsfeuerwehr. Auch dort werden Übungen zum räumlichen Vorstellungsvermögen verwendet. Ganz besonders viel Wert wird dort auf die sprachlichen Fähigkeiten und das Wissen über Politik und Recht gelegt.
Die Eignungsfeststellung im Assessment-Center
Bei der Bundeswehr ist die sogenannte Eignungsfeststellung ein wesentlicher Bestandteil im Assessmentcenter. Dieser Bundeswehr Einstellungstest muss von jedem Bewerber durchlaufen werden. Je nach Laufbahn dauert der Bundeswehr Eignungstest ein bis drei Tage. Bei einem mehrtägigen Test musst Du auch eine Übernachtung einrechnen.
Wir zeigen Dir im Folgenden, wie ein zweitägiger Bundeswehr Einstellungstest typischerweise abläuft:
Tag 1
Biographie & Vortrag
Sobald Du im Assessmentcenter für den Bundeswehr Einstellungstest eingetroffen bist, erhältst Du erst einmal alle nötigen Informationen. Dir wird zudem die Hausordnung ausgehändigt und Du erhältst einen Schlüssel für Deinen Spind. Damit ist der organisatorische Part bereits abgeschlossen und Du hörst Dir einen Vortrag der Prüfer an.
Dieser Teil ist verpflichtend für jeden Bewerber. Bei diesem Vortrag geht es vor allen Dingen darum, noch einmal auf den Ablauf des Bundeswehr Einstellungstests einzugehen, und es gibt weitere Informationen zur Bundeswehr und den Einsätzen.
Fragebogen
Im Anschluss erhältst Du einen Fragebogen, der sich mit Deiner Biographie beschäftigt. Je nach individuellen Faktoren musst Du rund 10 Fragen beantworten. Dank dieser Fragen können sich die Prüfer bereits einen ersten Eindruck von Deiner Person machen und sich auf das Interview vorbereiten.
CAT-Test
Das „Computer-assistierte Testverfahren“ wird auch „CAT“ genannt. Dabei handelt es sich um einen Multiple-Choice-Test, den Du im Zuge des Bundeswehr Einstellungstests absolvieren musst. Hier kommen Fragen zu den folgenden Themen dran:
• Mathematik
• Logisches Denken
• Rechtschreibung
Der CAT passt sich Deinem Leistungsniveau an:
Die Aufgaben werden für jeden Bewerber individuell zusammengestellt, um einen möglichst umfassenden Eindruck zu erhalten.
Tag 2
Ärztliche Untersuchung
Am zweiten Tag des Bundeswehr Einstellungstests findet die ärztliche Untersuchung statt, die für jeden Bewerber verpflichtend ist. Dabei geht es insbesondere darum, die gesundheitliche Eignung nachweisen zu können. In einer ersten Voruntersuchung wird Dein Seh- und Hörvermögen getestet. Danach musst Du eine Urinprobe abgeben und der Blutdruck wird gemessen.
Anschließend werden im Labor neben einem Drogenscreening auch die Körpergröße und das Gewicht ermittelt. Danach folgt dann auch schon die ärztliche Hauptuntersuchung.
Erst einmal wird der Arzt sich mit Dir über Deine gesundheitliche Vorgeschichte unterhalten. Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung. Hauptaugenmerk liegt vor allen Dingen auf dem Herz-Kreislauf-System. Dazu stehen dann noch Wirbelsäule und Gliedmaßen im Vordergrund.
Sporttest
Je nach Laufbahn ist die sportliche Leistungsfähigkeit beim Bundeswehr Einstellungstest entscheidend. Beim Sporttest (BFT) werden alle wichtigen motorischen Fähigkeiten genauer unter die Lupe genommen. Das bezieht sich besonders auf Kraft, Ausdauer und auch Schnelligkeit.
Dabei müssen beim Basis-Fitness-Test einige Disziplinen in einer festen Reihenfolge und vor allen Dingen auch in einer vorgegebenen Zeit absolviert werden. Neben einem Pendellauf musst Du einen Klimmhang bewältigen und auch auf dem Fahrradergometer Deine Fitness unter Beweis stellen.
Interview
Das Interview ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Genau genommen handelt es sich hierbei um ein psychologisches Gespräch, das von einem Offizier und einem Psychologen durchgeführt wird. Dabei werden auch alle bisherigen Erkenntnisse und Testergebnisse mit einbezogen.
Mit dem Interview soll vor allen Dingen eingeschätzt werden, wie Du Dich in gewissen Situationen verhältst. Hier zeigt sich dann oftmals, ob der Bewerber für die Bundeswehr geeignet ist oder eben nicht.
Einplaner
Die letzte Station beim Bundeswehr Einstellungstest ist der „Einplaner“. Beim Einplaner geht es darum, herauszufinden, für welchen militärischen Dienstposten Du aufgrund Deiner Eigenschaften geeignet bist. Dabei werden alle offenen Positionen, die in einer Datenbank gesammelt werden, abgerufen.
Der Einplaner hat also im Grunde die Aufgabe, eine passende Stelle für Dich zu finden, die Deinen Eigenschaften gerecht wird. Dabei werden insbesondere Deine Laufbahn, Dein Wunschtermin, Dein Wohnort und der aktuelle Bedarf berücksichtigt. Sollte keine Eignung gegeben sein, werden dem Bewerber Alternativen vorgeschlagen.
Vorteile der Bundeswehr Ausbildung
Mit einer Verpflichtung bei der Bundeswehr genießt Du zahlreiche Vorteile, die nicht unerwähnt bleiben sollten:
- Es gibt zahlreiche Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Bundeswehr hat ihr Angebot in den letzten Jahren deutlich attraktiver gemacht, zum Beispiel mit dem Neuen Wehrdienst.
- Die Bezahlung ist fair, besonders die Familien- und Kinderzuschläge, Zuschüsse zum Spritgeld und die Steuervorteile lassen sich sehen.
- Die Kollegialität unter Kameraden steht an erster Stelle.
- Der Schritt zurück ins zivile Leben wird gefördert.
Gehalt und Besoldung bei der Bundeswehr
Der Verdienst bei der Bundeswehr beziehungsweise die Bundeswehr Besoldung liegt leicht unter vergleichbaren Jobs aus der Wirtschaft. Im Gegensatz zu normalen Wirtschaftsunternehmen bietet die Bundeswehr aber im Gegenzug eine erhöhte Jobsicherheit und viele interne Wechselmöglichkeiten. Das Gehalt heißt bei der Bundeswehr Besoldung oder kurz Sold. Die Bundeswehr Gehälter von Beamten und Soldaten ergeben sich aus der Bundesbesoldungsordnung A und B.
Das Grundgehalt hängt vom Dienstgrad und weiteren Kriterien wie Dienstalter bzw. Erfahrungsstufen ab. Neben dem Grundgehalt können in Einzelfällen weitere Zulagen hinzukommen. Im Internet sind Tabellen für die einzelnen Besoldungsgruppen und Stufen zu finden, mit denen Du Dir Deinen Sold selbst ausrechnen kannst.
Gut zu wissen: Im Neuen Wehrdienst erhältst Du zum Einstieg 2.600 € brutto im Monat. Verpflichtest Du Dich für 12 bis 23 Monate, sind es 2.700 € brutto.
Für den Bundeswehr Einstellungstest üben
Vorbereitung ist entscheidend, wenn Du den Bundeswehr Einstellungstest bestehen möchtest. Die körperlichen Voraussetzungen müssen natürlich gegeben sein. Es ist aber sinnvoll, wenn Du rechtzeitig beginnst, an Fitness und Ausdauer zu arbeiten. Das sind immerhin wichtige Faktoren, wenn Du bei der Bundeswehr arbeiten möchtest. Abgesehen davon kannst Du Dich auch anderweitig auf den Bundeswehr Einstellungstest vorbereiten.
Willst Du für den Bundeswehr Einstellungstest üben, bieten wir Dir bei Plakos verschiedene Möglichkeiten. Mit unserem Bundeswehr Einstellungstest Online-Testtrainer hast Du die Chance, Dich optimal auf die einzelnen Tests vorzubereiten und damit Deine Chancen auf eine Eignung entsprechend zu erhöhen. Wir bieten übrigens auch Online-Testtrainer für den Bundeswehr Verwaltung Einstellungstest an.
Für eine wirklich umfangreiche Vorbereitung auf den Eignungstest setzen mittlerweile tausende Bewerber neben Büchern auf Online-Vorbereitungsprogramme. Wir bieten mit der Plakos Akademie den wahrscheinlich umfangreichsten Online-Kurs für die Vorbereitung auf den Bundeswehr Eignungstest.
Das Komplettpaket wurde von Bewerbern, Soldaten, Beamten, Psychologen und Programmierern in mehrjähriger Arbeit entwickelt und enthält hunderte Online-Tests zur Simulation des Computertests und über sechs Stunden Videomaterial zum psychologischen Gespräch. Das Programm ist für alle Laufbahnen geeignet, egal ob Mannschaften, Unteroffizier, Feldwebel oder Offizier. Bewerber sind davon begeistert!
Übrigens:
Seit neuestem bieten wir auch einen Vorbereitungskurs für die dreimonatige Grundausbildung der Bundeswehr an.
Häufig gestellte Fragen zum Bundeswehr Einstellungstest
Der Bundeswehr Einstellungstest findet nicht zu festen, landesweiten Terminen statt. Du kannst den Test zu jedem Zeitpunkt während des Bewerbungsprozesses ablegen. Sobald deine Bewerbung geprüft wurde und du für den Test eingeladen wirst, bekommst du einen individuellen Termin, der je nach Verfügbarkeit und deinen Präferenzen festgelegt wird. Es ist jedoch ratsam, sich frühzeitig zu bewerben, da es je nach Region und Anzahl der Bewerber zu Wartezeiten kommen kann.
Der Bundeswehr Einstellungstest dauert in der Regel einen ganzen Tag. Er ist in mehrere Phasen unterteilt, die sowohl körperliche als auch geistige Prüfungen umfassen. Zu Beginn wirst du in einem Gespräch mit einem Auswahlverfahren durchgeführt, gefolgt von den physischen Tests wie dem Coopertest und den Kraftübungen. Danach folgt der psychologische Test und der Wissenstest, der deine kognitiven Fähigkeiten prüft. Insgesamt solltest du für den gesamten Tag etwa 6 bis 8 Stunden einplanen. Es kann je nach individuellen Umständen und Region auch zu leichten Abweichungen kommen.
Der Einstellungstest der Bundeswehr besteht aus mehreren Teilen: einem computergestützten Test (CAT-Test) zur Überprüfung deiner kognitiven Fähigkeiten, einem Sporttest (Basis-Fitness-Test), einer ärztlichen Untersuchung und einem persönlichen Gespräch. Je nach angestrebter Laufbahn kann zusätzlich ein psychologisches Interview oder ein Assessment dazukommen.
Die Durchfallquote beim Bundeswehr Einstellungstest liegt bei etwa 30–40%, wobei der CAT-Test (Computer Adaptive Test) als besonders schwierig gilt und einen wesentlichen Einfluss darauf hat. Der CAT-Test prüft deine kognitiven Fähigkeiten, wie logisches Denken, Reaktionsschnelligkeit und Problemlösungsfähigkeiten.
Die hohe Durchfallquote ist vor allem auf die Anforderungen des CAT-Tests zurückzuführen, der präzises und schnelles Denken erfordert, sowie auf die umfassende Prüfung deiner physischen und psychischen Fitness. Wer sich nicht gezielt darauf vorbereitet, hat oft Probleme, die geforderten Ergebnisse zu erzielen.
Beim Einstellungstest der Bundeswehr gibt es keine feste Punktzahl, die du erreichen musst. Vielmehr zählt das Gesamtergebnis aus verschiedenen Testteilen wie dem CAT-Test und dem Sporttest. Wichtig ist, dass du die Mindestanforderungen erfüllst – vor allem beim Sporttest musst du in jeder Disziplin mindestens 100 Punkte schaffen.