Kaufmann / Kauffrau für Tourismus und Freizeit werden – Infos über Ausbildung und Gehalt

Tourismuskaufleute haben ein vielfältiges Arbeitsfeld. Sie beraten Urlauber bei der Planung, helfen Touristen mit der Freizeitgestaltung oder informieren Interessierte über das kulturelle Angebot einer Region. Gleichzeitig sind ausgebildete Kaufleute aber auch für kaufmännische Aufgaben verantwortlich, zu denen der Zahlungsverkehr oder die Organisation von Marketingkampagnen gehören.

Fragen und Antworten rund um die Ausbildung

Was sollte man vor der Ausbildung können?

Interessenten für die Ausbildung zum/zur Kaufmann / Kauffrau für Tourismus und Freizeit sollten Spaß an der Organisation von Reisen und Veranstaltungen wie Open-Air-Konzerte, Stadtfeste oder Sportevents haben. Dabei ist der Beruf in der Regel sehr kommunikativ, da man sehr viel mit Menschen zu tun hat. Oft müssen die Kaufleute Anfragen entgegen nehmen oder Probleme lösen und dabei möglichst freundlich bleiben. Gute Kommunikationsfähigkeiten sind hier ein wichtiger Schlüssel. Ebenfalls nicht nachteilig ist ein Interesse an kaufmännischen Tätigkeiten. Wie bereits erwähnt, nehmen Marketinganstrengungen, Abrechnungen und andere kaufmännische Themen im späteren Berufsleben eine wichtige Rolle ein. Hinzu kommt, dass Kaufleute für Tourismus und Freizeit oft mit ausländischen Partnern oder Touristen zusammenarbeiten. Vor diesem Hintergrund sind gute Englisch-Kenntnisse und im Idealfall eine weitere Fremdsprache wie Französisch oder Spanisch sehr hilfreich. Gute Geografiekenntnisse sind ebenfalls von Vorteil.

Welche Aufgaben haben Tourismuskaufleute?

In der Ausbildung lernen die angehenden Kaufleute für Tourismus und Freizeit, wie sie Kunden umfassend und richtig beraten. Hier geht es sowohl um Urlaubsplanungen für Touristen als auch Freizeitgestaltungen. Sehr wichtig ist dabei das Thema Recherche, da man nur mit dem richtigen Wissen seine Kundschaft gut beraten kann.

Ein weiterer großer Teil der Ausbildung dreht sich um die Veranstaltungsorganisation. Auszubildende beschäftigen sich im großen Umfang damit, wie sie Veranstaltungen von Grund auf planen und am Ende auch durchführen. Dies geschieht allerdings nicht nur allein vom Schreibtisch aus, sondern bedarf oft auch die eigene Präsenz vor Ort. Damit möglichst viele Menschen zu den Veranstaltungen kommen, muss diese zudem auch gut beworben sein. Marketing und Werbung gehören daher ebenfalls zu den Themen der Ausbildung, ebenso wie der richtige Umgang mit Zahlen, vor allem in Hinblick auf Rechnungen.

Wo kann man als Tourismuskaufmann / Tourismuskauffrau arbeiten?

Nach der Ausbildung können ausgebildete Kaufleute sich bei einer ganzen Reihe von möglichen Arbeitgebern bewerben. Stellen finden sich unter anderem bei Reiseunternehmen, Reisebüros, Fremdenverkehrsämtern und Tourismuszentren, Hotels oder anderen Freizeiteinrichtungen.

Gehalt von Tourismuskauffrauen und -männern

An dieser Stelle informieren wir Dich über mögliche Gehälter während und nach der Ausbildung von Tourismuskaufleuten. Die unten genannten Zahlen dienen der Orientierung und geben kein Anspruchsrecht.

Gehalt während der Ausbildung
Angehende Tourismuskaufleute erhalten während der Ausbildung eine monatliche Vergütung. Die Höhe des Einkommens ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Eine mögliche Tarifgebundenheit des Ausbildungsbetriebes sowie das Bundesland beeinflussen die Höhe der Ausbildungsvergütung. Zahlt der Betrieb nicht nach Taif, muss er laut Berufsbildungsgesetz eine angemessene Vergütung zahlen. Tariflich Regelungen können zur Orientierung dienen. Laut der Gewerkschaft ver.di staffelt sich die monatliche Vergütung bundesweit wie folgt:

Reisebüros und Reiseveranstalter:

Ausbildungsjahr: € 757 brutto
Ausbildungsjahr: € 868 brutto
Ausbildungsjahr: € 1.012 brutto

Finanzielle Förderung während der Ausbildung bietet die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Informationen dazu können von der Bundesagentur für Arbeit eingeholt werden.

Gehalt nach der Ausbildung
Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung führen die ausgebildeten Tourismuskaufleute selbstständig Aufgaben aus. Dafür erhalten sie ein höheres Gehalt als in der Ausbildung. So kann die tarifliche Bruttogrundvergütung nach Angaben der Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration zwischen € 2.065 und € 2.760 im Monat liegen. Laut Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit beträgt das mittlere Einkommen (Median) für Tourismuskaufleute mit fachlich ausgerichteten Tätigkeiten in Deutschland € 2.522 brutto im Monat. Durch Einflussgrößen wie die Aus- und Weiterbildung, die Anforderungen an die auszuübende Tätigkeit, tarifliche Regelungen und die Berufserfahrung kann das Gehalt höher oder geringer ausfallen. Auch das Bundesland spielt eine Rolle beim Verdienst. In Sachsen und Rheinland-Pfalz verdienen Angestellte bis zu € 1.991 brutto. Damit verdienen die Berufstätigen dort im deutschlandweiten Vergleich am wenigsten. In Berlin sind es € 1.992 bis € 2.522 €, in vielen anderen Bundesländern verdienen Tourismuskaufleute zwischen € 2.523 und € 3.198 € brutto im Monat.

Gehalt mit verbesserter Qualifikation
Um die Gehaltsperspektiven und die Karrierechancen dauerhaft zu verbessern, bietet sich eine Aufstiegsweiterbildung als Tourismusfachwirt/in oder als Betriebswirt/in in Touristik und Reiseverkehr an. In beiden Fällen bedeutet ein Abschluss i.d.R. ein Einstieg in die Führungsetage. Die damit verbundene Übernahme von mehr Verantwortung wird gut entlohnt. So kann ein/e Fachwirt/in nach Angaben der Tarifsammlung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration eine tarifliche Grundvergütung von € 2.703 bis € 3.439 brutto verdienen. Betriebswirte hingegen können nach Tarif zwischen € 2.703 bis € 3.439 brutto im Monat bekommen. Weitere Möglichkeiten bietet ein Studium im Fach Hotel- und Tourismusmanagement.

Was macht man nach der Ausbildung?

Die Ausbildung zum/zur Kaufmann/frau für Tourismus und Freizeit dauert in der Regel drei Jahre und wird parallel in einem Unternehmen und der Berufsschule durchgeführt. Um beruflich aufsteigen zu können, kommen nach der Ausbildung verschiedene Wege in Betracht. Eine Möglichkeit ist die Prüfung zum/zur Tourismusfachwirt/in, eine weitere die Weiterbildung als Betriebswirt/in in Touristik und Reiseverkehr. Ebenfalls möglich ist die Aufnahme eines Studiums. Am ehesten kommt dabei der Studiengang Hotel- und Tourismusmanagement infrage. Der Studiengang wird mit dem Bachelor abgeschlossen und dauert zwischen sechs und acht Semester.

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