Einrichtungsberater: Ein Beruf mit Perspektive

Menschen ziehen um, möchten ihre Wohnung renovieren oder einfach Mal neu gestalten – jede dieser Aufgaben setzt eines voraus: Die Wohnung muss eingerichtet werden. Eigentlich eine simple Aufgabe, meinen Laien. Spätestens bei der Planung wird ihnen klar, wie schwer es ist, eine Wohnung effizient und sinnvoll einzurichten. Wenig verwunderlich, schließlich gibt es Menschen, die sich Tag für Tag mit diesem Thema befassen. Die Rede ist natürlich vom Einrichtungsberater.

Der Einrichtungsberater ist ein Job mit Perspektive. Im 21. Jahrhundert sind Menschen moderner denn je. Sie sind bereit, nicht alles selbst auszuführen, insbesondere nicht, wenn sie sich damit nicht auskennen. Gerade bei der Einrichtung der eigenen vier Wände haben Praxisbeispiele bewiesen, dass ein Großteil der Menschen nicht richtig einrichten kann. Der vorhandene Raum wird entweder verschenkt oder überstrapaziert, Möbel passen vorne und hinten nicht zusammen und auch die Farbwahl lässt zu wünschen übrig. In diesem Fall lohnt es sich, einen Profi mit dem Projekt zu beauftragen. Ein Einrichtungsberater wird innerhalb kürzester Zeit Vorschläge zur Raumgestaltung unterbreiten und diese umsetzen können.

Visualisierung mit 3D-Raumplaner-Software

Damit Einrichtungsberater ihre Vorstellung ihren Kunden präsentieren können, verwenden sie sogenannte 3D-Raumplaner, mit denen sie die Einrichtung am Computer planen. Diese Software zur Visualisierung der eigenen vier Wände ist in vielen verschiedenen Versionen für alle gängigen Plattformen verfügbar. Die besonders leistungsstarken Produkte sind allerdings nicht kostenlos. Sie werden über eine Schnittstelle häufig mit Möbel-Onlineshops angebunden, um eine Wohnung mit Möbelstücken einzurichten, die tatsächlich im Handel erhältlich sind. So können die Kunden des Einrichtungsberaters die Möbel, die sie am Bildschirm sehen, später auch direkt bestellen. Wer sich selbst an der Einrichtung seiner eigenen vier Wände versuchen möchte, findet im Netz eine Liste mit kostenlosen 3D-Raumplanern.

Die Software alleine ist allerdings kein Garant für Erfolg. Vielen Menschen fehlt das Wissen, das sie benötigen, um ihre eigenen vier Wände effektiv einzurichten. Wie nutze ich den vorhandenen Platz in der Wohnküche? Passt eher eine Dusche oder Badewanne ins Badezimmer? Mit welchen Gartenmöbeln kann ich den vorhandenen Platz auf meinem kleinen Balkon perfekt ausnutzen? Fragen, mit denen viele Menschen überfordert sind, die aber für einen Einrichtungsberater kein Problem sind.

Selbstständig als Einrichtungsberater

Der klassische Einrichtungsberater arbeitete bis vor wenigen Jahren in einem Möbelhaus und betreute dessen Kunden. Das ist inzwischen nicht mehr zwingend notwendig, ein Einrichtungsberater kann auch selbstständig sein, sich eigenständig Kunden sichern und diese von zu Hause aus oder direkt in ihrer Wohnung betreuen.

Der selbstständige Einrichtungsberater kann eine günstige Alternative zur professionellen Einrichtungsberatung sein, welche von einem Innenarchitekten durchgeführt wird. Auch wenn der Beruf Einrichtungsberater lautet, sind diese Menschen nicht nur beratend tätig. Sie helfen ihren Kunden auch

  • Materialien möglichst preiswert zu erhalten
  • im Idealfall übernehmen sie sogar den Einkauf

Dazu müssen sie mit ihrem Kunden vorab ein Budget festlegen, anhand dessen sie arbeiten können. Der Stundenbetrag eines Einrichtungsberaters kann bei 15 bis 20 Euro liegen.

Ein Einrichtungsberater bleibt immer up to date

Der Markt der Wohngestaltung ist ein Bereich, der sich in einem ständigen Wandel befindet. Wer up to date bleiben möchte, muss die neusten Einrichtungstrends verfolgen, an speziellen Messen teilnehmen und Beziehungen zu Gleichgesinnten der Branche aufbauen. Aber auch Lieferanten, die Materialien, Möbel und Co. zu vorteilhaften Preisen liefern können, sollten Teil des Portfolios eines Einrichtungsberaters sein. Je günstiger er die benötigten Materialien bestellen kann und je höher ihre Qualität dabei ist, desto stärker wird er seine Kunden von seiner Leistung überzeugen können.

Natürlich darf die zuvor angesprochene PC-Software nicht fehlen, mit deren Hilfe der Einrichtungsberater seine Ideen aus seinem Kopf in einer Präsentation verwirklicht. Sie ist schließlich die Basis, ob der Kunde ihn mit der Einrichtung seiner Wohnung beauftragen wird oder nicht.

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