Einkommen von Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen

Das Gehalt von Ergotherapeut/innen wird unter anderem von der Tätigkeit und den geltenden tariflichen Bestimmungen beeinflusst. Ein Blick auf die statistischen Gehaltszahlen dieser Berufsgruppe hilft, um einen Überblick über die Verdienstmöglichkeiten von Ergotherapeut/innen zu bekommen. Wir geben euch einen Einblick in die Statistiken und die tariflichen Bestimmungen. Die unten genannten Zahlen dienen der Orientierung und geben kein Anspruchsrecht.

Gehalt während der Ausbildung

Bei der Ausbildung zum/zur Ergotherapeut/in handelt es sich um eine schulische Ausbildung und wird daher nicht vergütet. Es können im Rahmen der Ausbildung Kosten für Lehrmittel, Fahrten zur Ausbildungsstätte, Berufskleidung und ähnliches entstehen. Nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) kann eine finanzielle Unterstützung während der schulischen Ausbildung beantragt werden.

Gehalt nach der Ausbildung

Die beispielhafte tarifliche Bruttogrundvergütung im öffentlichen Dienst beträgt gem. TVöD € 2.788 bis € 3.081 brutto monatlich. Nach Statistiken der Bundesagentur für Arbeit liegt das mittlere Einkommen (Median) für Berufe in der Ergotherapie mit komplexen Spezialistentätigkeiten bei rund € 2.377 brutto. In Sachsen erhalten die Fachkräfte mit bis zu € 1.951 im deutschlandweiten Vergleich am wenigsten. Im Westen und im Süden Deutschlands fallen die Gehälter mit € 2.378 bis € 3.004 am höchsten aus. Wichtig zu wissen ist, dass bei diesen Berechnungen auch noch andere Einflussfaktoren einbezogen wurden. Die Ausbildung, die Tätigkeit, die Berufserfahrung und eine mögliche Tarifanbindung lassen das Gehalt höher oder geringer ausfallen. Die in öffentlichen Einrichtungen tätigen Ergotherapeut/innen können im Tarifbereich Ost/West mit entsprechenden Tätigkeiten in der mittleren Tarifgruppe € 2.388 bis € 3.100 brutto im Monat verdienen (Stand 02.2017). Hier unterscheiden die tariflichen Regelungen auch nach der Tätigkeit. Umfasst mind. die Hälfte der Tätigkeit die Behandlung von Patient/innen mit Demenz, liegt der tarifliche Lohn zwischen € 2.711 und € 4.120 brutto (Stand 02.2017). Die Zahlen wurden dem WSI-Tarifarchiv entnommen.

Gehalt mit verbesserter Qualifikation

Wer beruflich und finanziell vorankommen möchte, sollte eine Aufstiegsweiterbildung in Betracht ziehen. Eine Aufstiegsweiterbildung z.B. als Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen eröffnet neue Karrierechancen. Laut TVöD können ausgebildete Fachwirte zwischen € 2.832 und € 4.239 brutto im Monat verdienen. Ein erweiterter Verantwortungsbereich und anspruchsvollere Tätigkeiten gehen mit einem besseren Verdienst einher.

Ein Studium im Studienfach Ergotherapie oder Therapiewissenschaft kann stattdessen oder darüber hinaus absolviert werden. Wer einen Master in dem Bereich absolviert, kann dann sogar in die Forschung gehen, wo das Gehaltsniveau nochmal ansteigt.

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